Oscar Ledesma

Artist & Gallerist & Curator

Der Garten der Lüste

27. August 2012 nach oscarledesma

Der Garten der Lüste.
Installation. Bochum 2012
Bianca Wikinghoff und Oscar Ledesma

 

Ursprünglich ging es darum, das der Betrachter des Gartens der Lüste, das langsame Sterben der Schnecken beobachten sollte, die von dem Zucker, der mit Salz vermischt ist, in die Falle gelockt wurden. In einem ersten Versuch hatte Oscar eine Schnecke direkt auf das Pulver gesetzt: sie war nicht mehr in der Lage sich aus der Masse zu befreien und ist langsam regelrecht ausgelaufen. Sie ist zusehends geschrumpft, hat aber gekämpft und versucht sich aus der Masse zu befreien. Obwohl ich (als Gärtnerin) Schnecken zuvor noch gehasst habe, konnte ich mir das langsame Sterben nicht bis zum Schluss angucken und habe sie nach ca. 10 Min. wieder befreit, aber es war schon zu spät.
Oscar wollte es ursprünglich „Der Finger Gottes“ nennen und damit eine Parallele aufzeigen, das die Menschen in diese Welt hineingeboren werden und kaum eine Wahl haben, es gibt Spielregeln die wir nicht verstehen, Gefahren die wir nicht erkennen. Wir sind hilflos und orientierungslos wie diese Schnecken.
Natürlich halten wir uns für intelligenter und höher wertiger als eine Schnecke, aber sind wir das wirklich oder ist es nur eine Frage der Relation und des Standpunktes? Oscar hat das Gefühl, Gott behandelt die Menschen nicht viel besser als wir diese Schnecke.
Ich finde unser Experiment hat das Gegenteil bewiesen: während der Ausstellung lagen die Schnecken auf dem Holz und hatten die Wahl auf das Pulver zu kriechen oder nicht: sie haben es nicht getan und überlebt.

Der Titel ist eine homage an Hieronymus Bosch‘s Der Garten der Lüste, eines unserer gemeinsamen Lieblingsbilder.


http://clownsundpferde.de/

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Der Garten der Lüste.

10. Juni 2012 nach oscarledesma

 

Der Garten der Lüste.

Künstler: Bianca Wickinghoff & Oscar Ledesma.
Installation.

Ursprünglich ging es darum, das der Betrachter des Gartens der Lüste, das langsame Sterben der Schnecken beobachten sollte, die von dem Zucker, der mit Salz vermischt ist, in die Falle gelockt wurden. In einem ersten Versuch hatte Oscar eine Schnecke direkt auf das Pulver gesetzt: sie war nicht mehr in der Lage sich aus der Masse zu befreien und ist langsam regelrecht ausgelaufen. Sie ist zusehends geschrumpft, hat aber gekämpft und versucht sich aus der Masse zu befreien. Obwohl ich (als Gärtnerin) Schnecken zuvor noch gehasst habe, konnte ich mir das langsame Sterben nicht bis zum Schluss angucken und habe sie nach ca. 10 Min. wieder befreit, aber es war schon zu spät.
Oscar wollte es ursprünglich „Der Finger Gottes“ nennen und damit eine Parallele aufzeigen, das die Menschen in diese Welt hineingeboren werden und kaum eine Wahl haben, es gibt Spielregeln die wir nicht verstehen, Gefahren die wir nicht erkennen. Wir sind hilflos und orientierungslos wie diese Schnecken.
Natürlich halten wir uns für intelligenter und höher wertiger als eine Schnecke, aber sind wir das wirklich oder ist es nur eine Frage der Relation und des Standpunktes? Oscar hat das Gefühl, Gott behandelt die Menschen nicht viel besser als wir diese Schnecke.
Ich finde unser Experiment hat das Gegenteil bewiesen: während der Ausstellung lagen die Schnecken auf dem Holz und hatten die Wahl auf das Pulver zu kriechen oder nicht: sie haben es nicht getan und überlebt.

Der Titel ist eine homage an Hieronymus Bosch‘s Der Garten der Lüste, eines unserer gemeinsamen Lieblingsbilder.

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